21.03.2025, Remo Rohrbach
Ein Schlag ins Gesicht für werdende Eltern – und für die ganze Region. Mit erschütternder Kälte wurde gestern offiziell besiegelt, was viele befürchtet hatten: Die Geburtenabteilung in Frutigen wird geschlossen – innerhalb von zwei Wochen! Die Entscheidung wurde hinter verschlossenen Türen gefällt, und die Betroffenen – Eltern, Hebammen, Ärztinnen und Ärzte – mussten es als vollendete Tatsache hinnehmen. „Niemand schliesst gern eine Geburtenabteilung“, sagt die Verwaltungsratspräsidentin. Doch genau das ist passiert – und zwar in atemberaubender Geschwindigkeit. Die Verantwortlichen betonen, dies sei kein Schnellschuss, sondern eine wohlüberlegte Entscheidung. Aber was nützen monatelange „Strategieprozesse“, wenn am Ende das Wichtigste gestrichen wird? Wenn ausgerechnet die Geburtshilfe, die essenziell für junge Familien und das Leben in einer ländlichen Region ist, geopfert wird? Es wird von Fachkräftemangel gesprochen – aber warum hat man nicht früher gehandelt? Warum wurden nicht bessere Bedingungen geschaffen, um Personal zu halten oder neues zu gewinnen? Warum gibt es für eine solch drastische Massnahme keinen ernsthaften Plan B? Stattdessen wird uns eine angeblich „bedarfsgerechte“ Zukunft verkauft – eine Zukunft, in der schwangere Frauen im Notfall längere Wege in Kauf nehmen müssen und in der die Sicherheit für Mutter und Kind aufs Spiel gesetzt wird. Und während hier eine essenzielle medizinische Versorgung gestrichen wird, wird uns die „Aufwertung“ der Notfallstation und der Ausbau der Psychiatrie als Kompensation präsentiert. Ist das der Deal? Weniger Geburtshilfe, aber mehr Notfälle? Keine Wochenbettstation mehr, aber dafür eine neue Einrichtung für Wochenbettdepressionen? Wie zynisch kann man sein? Diese Entscheidung ist nicht nur eine Ohrfeige für werdende Eltern, sondern für die gesamte Region. Sie zeigt, dass ländliche Gebiete zunehmend abgehängt werden, dass Profit und Kostenoptimierung über die Grundversorgung gestellt werden. Wir dürfen das nicht hinnehmen! Diese Schliessung ist kein unausweichliches Schicksal – sie ist eine politische Entscheidung. Und Entscheidungen können geändert werden, wenn genügend Menschen laut genug dagegen protestieren.
14.03.2025, Elena Shchapova
Vielen Dank, "Frutigländer"! Herzlichen Dank, lieber Peter Schibli! Ich bin unglaublich glücklich und stolz, für dieses regionale Thema ausgewählt worden zu sein. Ich wünsche euch alle ein schönes Wochenende! Beste Grüsse, Elena Shchapova
03.03.2025, Rudolf Jungen
Danke für Ihre Meinung. Es freut mich, dass es noch "Frutigländer"-Kolumnistinnen gibt, die so schreiben, danke! Gruss, Ruedi
02.02.2025, Jean-Rolf Pieren
Zur Frage, was falsch investiert worden sei, kam als Antwort nur der Höi-Turm (eine Million weg). Vergessen ging, dass die Höchstbahn jährlich 600 000 Franken Defizit macht. Und die Entlassung vom Wirtepaar Marianne und Stefan Lauber im Restaurant Silleren, die jährlich 400 000 - 500 000 Franken mehr Reingewinn erzielten! Aber da ist eigentlich der VR schuldig...
01.02.2025, Peter Grossen
Herzlichen Dank, lieber Markus, für deinen langjährigen und grossen Einsatz für die Bergbahnen Adelboden AG, aber auch für die ganze Region. Du hast enorm viel geleistet und die Meilensteine, die unter deiner Führung als Direktor gesetzt wurden, sind beeindruckend. Ich wünsche dir für den kommenden Lebensabschnitt alles Gute und noch ganz viele schöne Jahre. Herzliche Grüsse, Peter Grossen.
12.11.2024, Stephan Kainersdorfer, Olten
Ich bin überzeugt, Beat Ritter ist der richtige Mann dazu. Wünsche ihm und dem Team viel Erfolg!
30.08.2024, Heinz Müller
Viele Leute verstehen heute gar nicht mehr, wie Qualitätsjournalismus funktioniert. Ich denke, dass es auch die Aufgabe der Medien – und natürlich der Schulen – ist, dies auf allen Kanälen zu erklären. Keine leichte Aufgabe in einer Zeit, in welcher der Populismus überall an Fahrt zunimmt und zerstörend allgegenwärtig ist.
22.08.2024, Ulrich Vogt
Nach Mitteilung des kantonalen Tiefbauamtes wurde der "Mega-Chemp" (offiziell Willkommensstele) mit dem Einverständnis des Gemeinderats aufgestellt. Die Idee zur Gestaltung der Ortseinfahrt mit einem Monument ist nach Mitteilung des TBA zusammen mit der Begleitgruppe der Gemeinde entstanden. Aber das gemeine Volk wurde wohl nicht informiert. Stelen waren in der Antike aufrechtstehende Steinmonumente, meist mit Grabinschriften.
21.08.2024, Pascale Gauderon
Unsere Steuergelder machen den Tourismus in unserem Land erst möglich. Ohne uns (Steuerzahler) würde es der Branche längst nicht so gut gehen. Fördergelder hier, neue Bauten da – und das alles auf unsere Kosten! Werte Steuerzahler, Sie finanzieren das alles. Ich behaupte deshalb: Der Tourismus lebt indirekt von uns Steuerzahlern, von unserer Natur, von unserer Lebensqualität, von uns Bürger:innen. In Gemeinden, in denen der Tourismus überhandnimmt, wird immer noch gepredigt, wie sehr man doch vom Tourismus abhängig sei (wie im Mittelalter). Das ist ein Irrtum, den es zu korrigieren gilt! Die meisten Bürger:innen haben Angst, sich gegen "Overtourism", den Bau neuer Strassen, anderer Bauvorhaben oder gar neuer Bahnprojekte (alles im Namen des Tourismus) zur Wehr zu setzen. Das ist ein Fehler! Die Bürger:innen wurden dazu konditioniert (Schisshäfeli-Schissdeckeli)! Es ist höchste Zeit, dass jemand die andere Seite aufzeigt! Es sind nur einzelne, die sich eine goldene Nase verdienen! Bürger:innen, steht zusammen! Unsere Kinder und Kindeskinder werden uns dankbar sein, wenn wir jetzt gemeinsam handeln.
16.08.2024, Karin Grossen
Einen realistischen Blick fordert Herr Maeder im letzten Absatz. Wir haben Munition unter uns: Mitholz. Wir haben den Spitzen Stein, andere Berge, die uns Antwort geben und rutschen. Es gibt Wildcamper, Stau auf der Umfahrung zum Autoverlad, Stau beim Dorfeingang und im Dorf selbst, es gibt eine neue Seilbahn, die geplant ist. Es gibt Wiesen, die zugeparkt werden, Grünflächen, die vom Campern ungefragt besetzt werden. Umgeben sein von einer intakten Natur sieht für mich anders aus.
Ich habe auch im Tourismus gearbeitet, da durften unsere Besucher noch die wirklich intakte Natur geniessen. Was jetzt "zugelassen" wird, ist für einige Einheimische unzumutbar.